Wichtiges aus 15 Jahren

2006 Fachtag

In Kooperation mit der Beratungsstelle für schwule Männer des Sub e.V. sowie der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen der Stadt München veranstalteten wir einen Fachtag zur Bedeutung schwuler und lesbischer Identität in Beratung und Therapie. Mit dieser Veranstaltung konnten wir ca. 95 Therapeuten und Therapeutinnen bzw. Berater und Beraterinnen erreichen und einen Beitrag leisten zu deren zielgruppenorientierter Fortbildung.

2005 “Wir sind für dich da" - Aktion

“Wir sind für dich da" - Das Plakat zur Kampagne
Das Plakat zur Kampagne

In Kooperation mit der Koordinierungsstelle für gleichgeschlechtliche Lebensweisen sowie dem Schulreferat der Landeshauptstadt München entwickelten und begleiteten wir eine Kampagne zur Unterstützung und Stärkung von jungen Lesben, Schwulen und Transgender. Im Schuljahr 2005/2006 wurden drei verschiedene Plakatmotive an Münchner Schulen aufgehängt. Mit der Aktion wollten wir
erreichen, dass

  • sichtbar wird, dass auch schwule, lesbische und transgender Jugendliche dazu gehören,
  • sich alle Jugendlichen Gedanken zu diesem Thema machen können,
  • betroffene Jugendliche erfahren, wo sie sich hinwenden können.


Zudem wurde eine website www.wirsindfuerdichda.org eingerichtet, die bis heute (Oktober 2006) ca. 12.350 mal besucht wurde. Das Schulreferat lässt seitdem jährlich etwa 9.000 Elternbriefe an die Eltern der Schüler und Schülerinnen der neunten Klassen zu deren Information und Sensibilisierung zum Thema Homosexualität verteilen. Wir sind sehr froh über die hohe bundesweite wie auch internationale Beachtung, die diese Kampagne seit Beginn erfährt.

2004 Schwerpunktthema Lesben und Migration

In Kooperation mit Visiones e.V. und der Petra-Kelly-Stiftung führten wir die Veranstaltungsreihe "wanderinnen zwischen den kulturen - migrationkunstlesben" durch. Die Reihe sollte mit unterschiedlichsten Veranstaltungen das Spannungsverhältnis beleuchten, in dem lesbische Migrantinnen leben. Lesbische Migrantinnen finden oft weder in ihrer Migrationsgemeinschaft, noch in der lesbisch-schwulen Gemeinschaft ein Zuhause. In beiden "Zuhause" fehlt entweder die Auseinandersetzung mit der Homosexualität oder mit der Migration. Mit unseren Angeboten und Veranstaltungen möchten wir dazu beitragen, dass lesbische Migrantinnen mit ihrer spezifischen Situation Raum und Beachtung finden.

2003 Lesben und Alter

"Junge Energie und späte Hitze" Dieser Veranstaltungsschwerpunkt verfolgte das Ziel für die Lebenslagen älterer Lesben zu sensibilisieren sowie für ältere Lesben selbst Veranstaltungen zu bieten, um sich zu vernetzen und über relevante Themen miteinander in Austausch zu kommen. Es wurde die Ausstellung "Junge Energie und späte Hitze - Lesben und Alter" der Hamburger Fotografin Ingrid Gans gezeigt und mit einem Rahmenprogramm umgeben. Aus diesem Schwerpunkt heraus entstand ein kontinuierliches Angebot für ältere Lesben in unserer Stelle.

2002 Lernpaket/Stadterkundungen

Im Jahr 2002 unterstützten wir den Referenten des Pädagogischen Instituts München bei der Entwicklung eines Lernpaketes "Arbeiten mit
Lesben, Schwulen, Transsexuellen und Heteros im Unterricht". Das Lernpaket ist zum Einsatz an Schulen gedacht und beinhaltet u.a. eine Stadterkundung innerhalb derer seit 2002 regelmäßig Schüler und Schülerinnen in Diskussion mit Mitarbeiterinnen von LeTRa treten können. Das Projekt dient der Antidiskriminierungsarbeit, der Aufklärung und Information von Jugendlichen und der Erziehung zu Gleichbehandlung, Respekt und Toleranz.

2001 Kinospot

Ulrike Folkerts und Claudia Sofie Jelinek in einer Drehpause. Foto Celine Holzberg
Ulrike Folkerts und Claudia Sofie Jelinek. Foto Celine Holzberg

Mit einer großen Premierenparty wurde der erste lesbische Kinospot, der von LeTRa entwickelt wurde, gefeiert. Unter Mitwirkung von Ulrike Folkerts als Darstellerin wurde in dem Spot eine typische Coming-Out-Situation ad absurdum geführt: ein heterosexuelles Outing bei den lesbischen Eltern. Mit diesem Spot sollte für Lesbentelefone/Lesbenberatungsstellen geworben werden sowie ein weiterer Baustein in der Öffentlichkeitsarbeit zur Gleichstellung lesbischer Lebensweisen gesetzt werden. Der Spot wurde in zahlreichen Münchner Kinos und auch bundesweit gezeigt.

1999 Felice Schragenheim-Ausstellung

Die Ausstellung war einerseits ein zeitgeschichtliches Dokument zur Verfolgung und Vernichtung jüdischer Frauen und Männer im Nationalsozialismus in Deutschland, andererseits sollten die gezeigten Dokumente wiederum zu einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit in Bezug auf lesbische Beziehungen beitragen. Innerhalb eines Rahmenprogramms fanden verschiedene Veranstaltungen zum Thema Lesbisch sein und Jüdisch sein statt.

1999 Lesben in Sicht

An 1500 verschiedenen Stellen in der Stadt, z. B. auf Infoscreens, Litfaßsäulen und in Kinos warben verschiedene Plakatmotive um Toleranz für Lesben. Mit einem jungen und einem älteren Paar sowie zwei lesbischen Müttern und ihren Kindern brachte LeTRa mit diesen Plakaten sowie begleitenden Aktionen "Lesben in Sicht".