27. April: Habibi Kiosk meets LesCommunity e. V. #4 - lesbischer Aktivismus, ein Generationegespräch

19-20 Uhr, Online-Stream ist zu finden auf der Website der Kammerspiele
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Am 26. April 2008 rief die spanische LSBTIQ-Organisation FELGTB den "Día de la Visibilidad Lésbica" - den Tag der lesbischen Sichtbarkeit ins Leben. Seitdem findet er jedes Jahr auch in Deutschland und anderen Ländern statt.

Während oft von der “Schwulen-Ehe” und vom CSDs als “Schwulenparaden” gesprochen wird, bleiben Lesben oftmals unsichtbar. Fehlende Sichtbarkeit führt zu geringer Aufmerksamkeit für die Bedürfnisse und Rechte von Lesben, die weiterhin in vielen Lebensbereichen und auch Gesetzgebungen nicht berücksichtigt werden. Lesben werden etwa in Bezug auf Elternschaft und Adoption weiterhin benachteiligt und sind in der Arbeitswelt, im Gesundheitssystem und auf der Straße vermehrt Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Gegen diese Problematiken und gesellschaftlichen Missstände engagieren sich viele Verbände, Gruppen und Einzelpersonen.

Lesbischen/queeren Frauen* Aktivismus gibt es aber nicht erst seit kurzem. Viele Generationen haben sich für unsere Rechte eingesetzt und gerade die älteren Frauen*, fühlen sich oft noch mehr unsichtbar gemacht, auch von den Menschen aus den “eigenen Reihen”.

Wir möchten deswegen im Habibi Kiosk verschiedene Generationen lesbisch-queerer Aktivistinnen* zum Dialog einladen, sehen, was sich verändert hat, wie sich die Form von Aktivismus entwickelt hat und wie wir gemeinsam weiter für unsere Rechte kämpfen können.

Zu Gast sind uA. Marion Lüttig, eine der Vorstandsfrauen des LesbenRing e. V., Isa Pettau, die sich auf Social Media für mehr Sichtbarkeit für queere Frauen einsetzt und Christine Bandilla, die unteranderem Mitbegründerin der LuK-Gruppe (Lesben und Kirche) in München 1991 und Mitbegründerin des ersten Münchner Lesbenchores 1993 ist.

Moderiert wird der Abend von der Journalistin Paula Lochte